Oberes Regal, volle Halle und Köpfe, die wieder hochgingen
Am Sonntag ging es für die gemischte D-Jugend des TB Pforzheim in der Schwarzwald-Rhein-Qualifikation richtig zur Sache. Die Halle war voll, auf der Tribüne war ordentlich Betrieb – und auf dem Feld warteten Gegner, die genau das waren, was man im Sport manchmal braucht: eine echte Herausforderung.
Das erste Spiel führte den TB Pforzheim gegen die Murgtal Panthers und endete mit 15:10 für die Panthers. Danach ging es gegen die SG Neuthard/Büchenau weiter, dieses Spiel endete 15:9 für Neuthard/Büchenau. Schon vor dem ersten Anpfiff war klar: Das ist heute kein Dosenwerfen auf dem Jahrmarkt, bei dem jeder Ball irgendwie trifft. Das war eher das oberste Regal. Man kommt dran – aber nur, wenn man sich richtig streckt.
Und genau das mussten unsere Kinder tun.
Die Gegner waren körperlich stark, spielerisch weit und machten es dem TB Pforzheim schwer. Es gab gute Aktionen, mutige Angriffe und schöne Ansätze, aber auch leichte Fehler: Der Ball wurde manchmal zu schnell hergegeben, Tempogegenstöße der Gegner wurden nicht immer rechtzeitig gestoppt, und in manchen Momenten merkte man, dass das Tempo in dieser Qualifikation noch einmal ein anderes ist.
Zwischendurch hingen die Köpfe. Verständlich. Wenn man merkt, dass der Gegner schneller, wuchtiger oder eingespielter ist, fühlt sich das erst einmal nicht gut an. Aber genau da wurde es spannend: Die Köpfe gingen wieder hoch. Es wurde weitergelaufen, weitergekämpft, weitergespielt. Und das ist vielleicht die wichtigste Erkenntnis des Tages.
Denn im Sport ist es manchmal genau so: Wer an das oberste Regal will, muss sich strecken. Manchmal fehlt noch ein kleines Stück. Aber jedes Spiel, jede Erfahrung und jeder mutige Versuch machen einen ein bisschen größer.
Für den TB Pforzheim war dieser Qualifikationstag deshalb mehr als nur Ergebnis und Tabelle. Es war ein Tag zum Lernen:
Wie schnell muss ich zurücklaufen?
Wie sichere ich den Ball besser?
Wie bleibe ich mutig, wenn der Gegner Druck macht?
Wie helfe ich meinem Mitspieler, wenn es schwer wird?
Und das Gute ist: Schon nächstes Wochenende geht es mit den nächsten Qualifikationsspielen weiter. Dann gibt es direkt die nächste Chance, das Gelernte mitzunehmen, mutiger aufzutreten und sich erneut zu bewähren. Neue Spiele, neue Gegner, neue Möglichkeiten – und wieder eine neue Chance für einen Griff ins oberste Regal. Man muss sich weiterstrecken – und wer weiß: Vielleicht ist man jetzt schon ein paar Zentimeter höher.
Am Ende bleibt: volle Halle, starke Gegner, schwere Spiele – aber auch eine Mannschaft, die nicht aufgegeben hat. Und manchmal ist genau das der Anfang von richtig guter Entwicklung.
