Zweite Qualifikationsrunde: Ein Sieg, ein Drama – und wieder ein Stück näher ans obere Regal
Nach dem schweren Auftakt in der Schwarzwald-Rhein-Qualifikation ging es für die gemischte D-Jugend des TB Pforzheim an diesem Wochenende in die zweite Spielrunde. Und man konnte sehen: Unsere Kinder sind seit letzter Woche schon ein gutes Stück gewachsen.
Im ersten Spiel gegen Walzbachtal zeigte der TB Pforzheim direkt, was in der Mannschaft steckt. Konzentriert, wach und mit viel Spielfreude wurde die Partie 16:5 gewonnen. Es wurde fleißig durchrotiert, sodass alle Spieler viel Einsatzzeit bekamen – auch diejenigen, die sonst vielleicht etwas weniger auf dem Parkett stehen. Trotzdem blieb die Mannschaft stabil, ließ nichts anbrennen und zeigte immer wieder schöne Aktionen.
Danach wartete mit dem Spiel gegen Ispringen eine ganz andere Aufgabe. Es wurde eng, intensiv und emotional. Beide Mannschaften kämpften um jeden Ball, jeder Angriff war wichtig, jede Abwehraktion zählte. Der TB Pforzheim hielt stark dagegen, zeigte tolle Aktionen und gab wirklich alles. Die Eltern und Zuschauer staunten nicht nur einmal darüber, was unsere Spielerinnen und Spieler schon können. Am Ende ging dieses Spiel denkbar knapp mit 11:12 gegen Ispringen verloren.
Niemandem kann man etwas vorwerfen. Alle haben alles gegeben, keiner hat etwas falsch gemacht. Aber der Gegner gibt eben auch alles. Und dann entscheiden am Ende manchmal Nuancen, Glück und Pech – und man kann gar nicht immer genau erklären, warum es diesmal nicht gereicht hat. So ist Sport.
Auf der einen Seite großer Jubel, auf der anderen Seite kullerten bei dem einen oder anderen Kind ein paar Tränen über die Backen. Das tut weh. Aber es zeigt auch, wie sehr die Kinder dabei sind. Und am Ende zählt nicht nur das Ergebnis. Es zählt vor allem, was man daraus macht und wie man damit umgeht.
Heute hat der TB Pforzheim beim Griff ins obere Regal einmal sicher zugepackt – und beim zweiten Mal leider den Kürzeren gezogen. Es fehlte nicht viel, vielleicht nur ein paar Zentimeter. Aber genau solche Spiele machen eine Mannschaft stärker.
Besonders beeindruckend: In der Anfangsformation standen gleich drei E-Jugendspieler. Das zeigt, wie viel Potenzial in dieser Mannschaft steckt. Da wächst etwas zusammen. Da lernen Kinder gerade, was Handball bedeutet: kämpfen, helfen, Fehler machen, weitermachen, füreinander da sein.
Und genau das ist das eigentlich Wertvolle für diese Mannschaft: Sie macht diese Entwicklung jetzt gemeinsam.
Natürlich tut es gut, auch einmal ein Spiel gewonnen zu haben. Aber gewachsen wird nicht nur an Siegen. Oft sind es gerade die knappen Niederlagen, aus denen man am meisten lernt.
Jetzt heißt es: Tränen trocknen, Kopf hochnehmen und weitermachen. Am Dienstag steht die Mannschaft wieder in der Halle im Training. Am Sonntag steht sie wieder auf dem Spielfeld. Dann geht es wieder bei 0:0 los. Und auch dann muss jedes Spiel erst gespielt werden.
Man sieht sich bekanntlich immer zweimal im Leben. Und wer weiß: Vielleicht ist der TB Pforzheim beim nächsten Griff ins obere Regal schon wieder ein paar Zentimeter größer.



